1. Einführung
Im Spiel Mafia geht es um einen Kampf zwischen
den Bürgern und der Mafia, zwischen Gut und Böse. Die Spieler
sind alle Bewohner einer Stadt. Ein kleiner Teil gehört jedoch zu
den Mafiosi, die den Bürgern das Leben schwer machen und die ganze
Stadt terrorisieren. Jede Nacht zieht die Mafia durch die Stadt und sucht
sich einen unschuldigen Bürger als Opfer eines bösen Mordes aus.
Der Detektiv hat sich als Ziel gesetzt, jeden einzelnen Stadtbewohner einzeln
zu untersuchen, um soviel wie möglich zur Aufklärung dieser bösen
Machenschaften beitragen zu können.
Doch wie sollen sich die braven Bürger gegen
diese dunkle Mächte wehren?
An jedem Tag versammeln sich die Bewohner dieser
Stadt, diskutieren gemeinsam über die Vorfälle, versuchen gemeinsam
die Mafiabande aufzudecken, klagen die Hauptverdächtigen an und verurteilen
einen Mitbewohner zu Tode. Dies geschieht demokratisch.
Ziel ist es, die gegnerische Gruppe vollständig
zu eliminieren.
2. Vor dem Spiel
Benötigt werden mindestens 8 Spieler. 15-20
sind optimal. Es gibt nach oben keine Spielerzahlbeschränkung. Außerdem
braucht man noch ein Kartenset, um die Spielfiguren auszulosen. Zunächst
wird ein neutraler Spielleiter bestimmt. Er ist von diesem Spiel ausgeschlossen.
Nun nimmt sich der Spielleiter soviele Karten,
wie Spieler vorhanden sind und teilt jeder Karte eine Spielfigur zu. Dabei
soll am Anfang die Anzahl der Mafiosi rund 1/3 bis 1/4 der Spielerzahl
sein. Je nach Anzahl der Spieler gibt es einen oder zwei Detektive, die
zu den Bürgern gehören.
Beispieltabelle:
| Spieler | Mafiosi | Detektive | Bürger |
| 7 | 2 | 1 | 4 |
| 8 | 2 | 1 | 5 |
| 9 | 3 | 2 | 4 |
| 10 | 3 | 2 | 5 |
| 11 | 3 | 1 | 7 |
| 12 | 3 | 1 | 8 |
| 13 | 4 | 2 | 7 |
| 14 | 4 | 2 | 8 |
| 15 | 4 | 1 | 10 |
| 5 | 2 | 8 | |
| 16 | 4 | 1 | 11 |
| 5 | 2 | 9 | |
| 17 | 5 | 2 | 10 |
| 18 | 5 | 2 | 11 |
| 19 | 6 | 2 | 11 |
| 20 | 6 | 2 | 12 |
Wichtig:
Solange ein Spieler lebt, darf er NIE seine Karte
aufdecken und auch nicht seine Kartennummer verraten.
3. Das Spiel
Das Spiel ist in Spielrunden aufgeteilt, die
jeweils mit der Nacht anfangen und mit dem Tag aufhören.
3.1. Die Nacht
Der Spielleiter sagt: "Die Stadt schläft
ein".
Alle Spieler machen nun die Augen zu. Nun werden
die Spieler, die in der Nacht agieren können, der Reihe nach vom Spielleiter
gebeten, aufzuwachen, um ihre Mission zu erfüllen.
Spielleiter: "Die Mafia wacht auf"
Alle Mafiosi machen die Augen auf, lernen sich
gegenseitig kennen und einigen sich lautlos per Fingerzeig auf ein Opfer,
den sie in der Nacht umbringen wollen. Der Spielleiter muß sich die
Mafia merken.
Spielleiter:"Todesart"
Die Mafia muss pantomimisch darstellen, wie das Opfer sterben soll.
Spielleiter: "Die Mafia schläft wieder ein,
die Detektive wachen auf"
Die Mafiosi machen die Augen zu und die Detektive
öffnen ihre Augen, zeigen mit dem Finger auf irgendeine Person (=Abfragen),
von dem sie wissen wollen, ob der betreffende Mafioso ist oder nicht. Dann
gibt der Spielleiter bekannt, ob der betreffende Spieler zu der Mafia (Daumen
hoch) oder zu den Bürgern (Daumen runter) gehört.
Spielleiter: "Die Detektive schlafen wieder ein"
Die Detektiv müssen ihre Augen schließen.
Spielleiter: "Die Stadt wacht auf"
Die Nacht ist vorbei. Alle machen die Augen auf.
Der Tag beginnt...
3.2. Der Tag
Der Spielleiter gibt bekannt, wer in der Nacht
ermordet wurde und auf welche Weise er umkam. Der Tote deckt seine Karte auf.
Die übrigen Spieler, die noch leben, diskutieren
jetzt und müssen sich darauf einigen, wen sie am Tag umbringen wollen.
Dies geschieht demokratisch.
Tote Spieler müssen schweigen und dürfen
sich im weiteren Spielverlauf nicht mehr einmischen (Ausnahme PATT-Situation:
"Der letzte Tote entscheidet").
Die Mafia ist zwar in der Unterzahl, aber dafür kennen sie sich gegenseitig und versuchen, gemeinsam den Verdacht auf unschuldige Bürger zu lenken und sie zu verwirren.
Die Bürger kennen sich gegenseitig nicht und müssen im Laufe des Spiels herausfinden, wer zur Mafia gehört, um sie am Tag zu eliminieren. Man erfährt ja während den Gesprächen, wer zu wen hält.
Der Detektiv versucht, seine Kenntnisse aus der
Nacht in die Diskussion einzubringen und dementsprechend Spieler zu entlasten
oder belasten.
Nach der Diskussion erfolgt die Nominierung.
3.2.1. Die Nominierung
Beispiele:
Somit sind Spieler 1 und Spieler 2 für die Endabstimmung nominiert.
Eine Stichnominierung zwischen Spieler 1, 2 und 3 muss entscheiden. Jeder hat 2 Stimmen.
Spieler 1 ist bereits für die Endabstimmung nominiert. Der zweite Kandidat wird in einer Stichnominierung zwischen Spieler 2,3 und 4 ermittelt. Jeder hat eine Stimme.
Nun nominiert jeder bis zu 2 Spieler, die er
zum Tode verurteilen will. Der Spielleiter fragt die Spieler der Reihe
nach, wen sie nominieren wollen. Die beiden Spieler mit den meisten Stimmen sind nominiert.Bei Stimmengleichheit muss eine (oder mehrere) Stichnominierung(en) zwischen den betroffenen Spielern her, wobei die Anzahl der Nominierungsstimmen gleich der Anzahl der zu vergebenen Plätze sind
Spieler 1
4 Stimmen
Spieler 2
3 Stimmen
Spieler 3
2 Stimmen
Spieler 4
1 Stimme
Spieler 5
0 Stimmen
Spieler 1
3 Stimmen
Spieler 2
3 Stimmen
Spieler 3
3 Stimmen
Spieler 4
1 Stimme
Spieler 5
0 Stimmen
Spieler 1
4 Stimmen
Spieler 2
2 Stimmen
Spieler 3
2 Stimmen
Spieler 4
2 Stimmen
Spieler 5
0 Stimmen
3.2.2. Die Endabstimmung
Nun kommt die große Entscheidung. Welcher
der beiden nominierten Spieler wird gelyncht? Nun haben die beiden Nominierten
noch ein Recht auf ein Schlußplädoyer.
Jetzt wird es ernst: Die Spieler müssen
sich zwischen den beiden Spielern entscheiden.
Nun erfolgt die Endabstimmung per Handzeichen.
Der Spieler mit der höheren Anzahl wird nun umgebracht. Der tote Spieler
deckt nun seine Karte auf.
Wenn die beiden Spieler gleich viele Stimmen bekommen haben (=PATT-Situation), muß der letzte Tote entscheiden, wer umgebracht wird.
Die Spielrunde ist nun um, und die neue fängt wieder mit der Nacht an...
4. Ziel des Spiels
Die Mafia hat gewonnen, wenn alle Bürger
tot sind. Und die Bürger haben gewonnen, wenn sie es geschafft haben,
alle Mafiosi umzubringen.
5. Bemerkungen
Die wahre Identität eines Spielers wird
erst nach seinem Tod bekannt, wenn dann dessen Karte aufgedeckt wird. Vorher
nicht.
Nur die Karten der toten Spieler sind offen.
Die Karten der lebenden Spieler sind alle verdeckt.
Während ein Spieler noch lebt, darf er NICHT
seine Karte aufdecken. Es ist auch nicht erlaubt, seine Kartennummer/Kartenfarbe
zu nennen.
Natürlich darf er seine Identität preisgeben,
aber es ist eine Frage ob die anderen Spieler ihm glauben.
Möglich ist zum Beispiel, daß sich
der Detektiv sich outet, um seine Kenntnisse den Bürgern mitzuteilen.
Andrerseits kann auch ein Mafioso sich als Detektiv
ausgeben, um die Bürger auf die falsche Spur zu bringen.
Tote Spieler müssen schweigen und dürfen
nicht mehr ins Spiel eingreifen.
Ein toter Detektiv kann sein Wissen nicht mehr
weitergeben.
Nur bei einer PATT-Situation (wenn es bei einer
Abstimmung Stimmengleichheit ergibt) hat derjenige, der als letzter gestorben
ist, einen Einfluß auf das Spiel, denn dieser entscheidet, welcher
der beiden nominierten Spieler (zwischen denen abgestimmt wird) sterben
muß.
Zur Abwechslung kann man auch neue Spielvarianten und neue Spielfiguren ausprobieren.
5.1. Liste der Verbote